Pressemitteilung: Ausbau erneuerbarer Energien – eine technische und politische Herausforderung ersten Ranges

Pressemitteilung: Ausbau erneuerbarer Energien – eine technische und politische Herausforderung ersten Ranges

Pressemitteilung: Ausbau erneuerbarer Energien – eine technische und politische Herausforderung ersten Ranges

Auf gemeinsame Initiative des energiepolitischen Sprechers der FDP-Bundestagsfraktion Klaus Breil und der Koordinatoren für Energiepolitik der CDU/CSU-Fraktion Thomas Bareiß und Dr. Georg Nüßlein fand im Deutschen Bundestag ein Fachgespräch zum Thema Netz- und Marktintegration der erneuerbaren Energien statt.

Laut Koalitionsvereinbarung soll Strom aus erneuerbaren Energien bis 2020 rund die Hälfte der Energieversorgung übernehmen. Der stetig steigende Anteil einer stark witterungsabhängigen Erzeugung stellt die energetische Industrie vor völlig neue Herausforderungen, für die Lösungen gefunden werden müssen. Dazu erklären Thomas Bareiß und Klaus Breil:

"Bei dem Ausbau der Erneuerbaren Energien geht es angesichts der Erfolgsbilanz des EEG längst nicht mehr nur darum, ob wir die angestrebten Mengenziele erreichen. Das bloße "Abkippen" immer größerer Mengen von Strom aus erneuerbaren Quellen in die vorhandenen Netze kann nicht die Zukunft des regenerativen Stroms sein. Wir halten die Forderung der Experten für richtig, dass auch die erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung künftig ihren Teil der Verantwortung dafür übernehmen müssen, das Stromangebot nachfragegerecht zur Verfügung zu stellen.

Ein Teil der Lösung könnte darin bestehen, die erneuerbaren Energien schrittweise an den Markt heranzuführen. Erzeuger erneuerbaren Stroms müssen ihre Ware eines Tages auch selbst an den Kunden liefern dürfen oder an den Regelenergiemärkten verkaufen können.

Bisher ist die Vermarktung Erneuerbarer Energien vollständig staatlich geregelt und damit dem Wettbewerb entzogen. Bei der Handelsware Strom muss aus Sicht der FDP der weit überwiegende Teil des Handelsvolumens über die Börse abgewickelt werden. In diesem Zusammenhang beklagte Klaus Breil erneut einen Designfehler der Leipziger Strombörse. Wenn an einer Börse für eine jederzeit austauschbare (fungible) Ware nur ein sehr geringer Teil des Marktvolumens umgesetzt werde, dann bestehe regelmäßig die Gefahr, dass der Preis nicht die Marktrealität widerspiegele. Deshalb fordert Klaus Breil, dass die Regeln so geändert werden, dass der überwiegende Teil des Stromhandels über die Börse geleitet wird."

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